[Rezension] Rot wie das Meer - Maggie Stiefvater

Samstag, 6. Mai 2017






ROT WIE DAS MEER
Deutsche Ausgabe
Seiten: 432
Erschienen: November 2012
Gebunden: 18,95€
Band: Einzelband
Verlag: script5





KLAPPENTEXT

Jedes Jahr im November wird die Insel Thisby von Capaill Uisce heimgesucht, Meereswesen, die in Gestalt wunderschöner Pferde Tod und Verderben bringen. Schnell wie der Seewind und tückisch wie das Meer, ziehen sie die Menschen in ihren Bann.
Wie viele junge Männer der Insel fiebert auch Sean Kendrick dem Skorpio-Rennen entgegen, bei dem sie auf Capaill Uisce gegeneinander antreten. Nicht wenige bezahlen dafür mit ihrem Leben.
Das diesjährige Rennen aber wird sein wie keines zuvor: Als erste Frau wagt Puck Connolly, sich einen Platz in dieser Männerwelt zu erkämpfen. Sie gewinnt den Respekt von Sean Kendrick, der ihr anfangs widerwillig, dann selbstlos hilft. Schließlich fällt der Startschuss und auch diesmal erreichen viele Reiter nicht das Ziel.
Ihr Blut und das ihrer Capaill Uisce färben die Wellen des Meeres rot …

COVER

Auf den ersten Blick finde ich es nicht sehr schön. Allerdings sind die roten Wellen, die den Titel verstärken, sowie die Wahl des Titels eine sehr gute Wahl! Denn bei dem Rennen am Strand verfärbt sich jedes Jahr das Meer blutrot. 

MEINE MEINUNG

Vor 2,5 Jahren sagte Lea zu mir, ich müsse unbedingt dieses Buch lesen. Jetzt habe ich es endlich gelesen und kann euch meine Meinung kundtun.

Maggie Stiefvater kann schreiben. Und das merkt man auf jeder Seite. Sie schafft es, mit wenigen Worten die perfekte Atmosphäre aufzubauen, und diese ist immer passend zu der Handlung. Auch die Idee der Wasserpferde, die – wie ich in der Danksagung feststellte – von Legenden stammt, ist wirklich klasse. Blutrünstige Pferde, etwas komplett anderes. 
Die Charaktere haben mir ebenfalls gefallen. Sie waren auf gewisse Weise mysteriös, sympathisch und für mich immer wichtig: man konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Gerade die Protagonisten Sean und Puck haben mir sehr gut gefallen. Sean wirkt zwar anfangs etwas unnahbar, man merkt aber schon nach wenigen Seiten, dass er eigentlich sehr verletzlich ist. Die sich zwischen den beiden anbahnende Liebesgeschichte gefiel mir ebenfalls, da sie von Beginn an greifbar war, sich aber dennoch alles sehr langsam entwickelt.
Der Höhepunkt des Buches ist das schon im Klappentext erwähnte Skorpio-Rennen. Ein Rennen, bei dem die Inselbewohner auf den Capaill Uisce um die Wette reiten und das jedes Jahr ihre Opfer fordert. Die ganze Insel fiebert dem Tag entgegen. Dabei gibt es einige Rituale, die bereits im Vorfeld stattfinden und zur mystischen Atmosphäre der Geschichte beitragen. 

Im Verlauf des Buches störten mich allerdings immer mal wieder einige Kleinigkeiten. Ein paar mehr Erklärung bezüglich der Wasserpferde hätte ich schön gefunden, nach Beenden des Buches blieben noch einige meiner Fragen unbeantwortet. Zudem trug die erste Hälfte des Buches nicht viel zur Handlung bei, sie war teilweise ein wenig langatmig.
Dennoch ist es ein wirklich lesenswertes Buch, das vor allem durch eine faszinierende Idee und der Liebe der Hauptfiguren zum Tier besticht.

8/10


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